„Bei ihr bekomme ich die Antwort schneller."
Diesen Satz höre ich, wenn ich mit Teams arbeite, die von einer Doppelspitze geführt werden. Selten offen. Meistens beiläufig.
Er ist kein Zeichen von Illoyalität, sondern von fehlender Klarheit. Wenn nicht definiert ist, wer worüber entscheidet, wählen Mitarbeitende die Person aus, bei der sie die bessere Antwort vermuten.
Für die beiden Führungskräfte fühlt sich das lange harmlos an. Sie merken es erst, wenn Entscheidungen doppelt getroffen werden oder gar nicht.
Eine gute Doppelspitze braucht keine Harmonie. Sie braucht Klarheit darüber, wo eine Person allein entscheidet – und wo nicht.
Diese Klärung dauert einen halben Tag. Sie nicht zu führen, kostet Jahre.