„Wie soll ich Orientierung geben, wenn ich selbst noch keine habe?“

Eine Führungskraft sprach im Workshop aus, was den anderen ins Gesicht geschrieben stand.

Fragende Blicke. Hochgezogene Augenbrauen. Spürbare Anspannung.

Alle wussten: Die Veränderung ist entschieden.

Und nun sollen sie vor ihre Teams treten, Fragen beantworten und eine Entscheidung vertreten, die sie selbst nicht getroffen haben.

Diese Situation begegnet mir immer wieder.

Das Problem ist selten, dass Führungskräfte nicht kommunizieren wollen.

Das Problem ist: Sie sollen Sicherheit vermitteln, bevor sie selbst ausreichend Klarheit bekommen haben.

Dann helfen auch die besten Präsentationsfolien nur begrenzt.

Denn Mitarbeitende fragen nicht nur nach Zahlen, Zeitplänen und Prozessen.

Sie wollen wissen:

Was bedeutet das für uns?
Was bleibt bestehen?
Was wird sich konkret verändern?
Und was können wir noch beeinflussen?

Auf diese Fragen braucht ein Führungsteam keine auswendig gelernten Antworten.

Es braucht eine gemeinsame Sprache.

Genau daran arbeiten wir im Workshop:

Wir trennen, was bereits entschieden ist, von dem, was noch offen ist.
Wir klären, was Führungskräfte verlässlich sagen können.
Und wir finden einen ehrlichen Umgang mit den Fragen, auf die es noch keine Antworten gibt.

Dabei geht es nicht darum, Zweifel zu überspielen oder alle auf dieselbe Meinung einzuschwören.

Es geht darum, Führungskräfte wieder sprach- und handlungsfähig zu machen.

Denn eine Veränderung wird nicht glaubwürdig, weil alle dieselben Folien verwenden.

Sie wird glaubwürdig, wenn Führungskräfte Orientierung geben können, ohne Gewissheit vorzutäuschen.

Welche Räume schaffen Sie für Ihre Führungskräfte, bevor diese mit einer Veränderung vor ihre Teams treten?

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